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Mein Name ist Bernd Wolpmann. Im Jahr 2008 habe ich mich mit meinem Pferdepensionsbetrieb selbständig gemacht. Die Pferdehaltung hat auf unserem Hof schon seit meiner Kindheit Tradition. Im Folgenden möchte ich Ihnen mein Haltungskonzept näher vorstellen.

 

 

 

 

Fütterung:

Die Grundlage einer artgerechten und für das Pferd gesunden Fütterung besteht aus genügend Raufutter (Heu). Die Pferde auf dem Hof erhalten Heu aus eigener Produktion in großen Mengen über viele Stunden am Tag, so dass wenig bis keine Fresspausen entstehen. Das Heu wird auf Weiden in einem Naturschutzgebiet produziert und relativ spät gemäht. Es entsteht somit eine gute, langstielige und raue Faserqualität, die für das "Steppentier" Pferd optimal ist.

Diese Fütterungsgrundlage wird  je nach  Rasse  und  Beanspruchung des Pferdes durch Kraft- und Mineralfutter ergänzt.  Durch die unterschiedlichen Fütterungswünsche und Ansprüche der Pferde, ist  die Wahl des  Kraftfutters dem Besitzer überlassen. Wir füttern das bereitgestellte Futter in der Stallzeit morgens und abends zusätzlich zu einer großen Portion Heu. In den Wintermonaten bieten wir einmal im Monat einen Futterlieferservice der örtlichen Genossenschaft an, dies ermöglicht eine umproblematische Futterbeschaffung für alle Besitzer. Im Winter 2013/14 ist das Projekt Möhrenkiste entstanden. Diese wird einmal monatlich mit frischen Futtermöhren gefüllt und steht allen auf dem Hof zur Verfügung.

 

Paddockzeit:


Ein weiterer Grundstein der heutigen Pferdehaltung ist viel Licht und frische Luft. Im Herbst- und Winter ist es leider nicht möglich die Pferde dauerhaft auf der Weide zu halten. Die Böden in unserer Region speichern das Wasser durch einen hohen Lehmanteil gut und die Grasnarbe leidet durch die Trittschäden der Pferde. Dadurch wird die Bodenbeschaffenheit tief und nass.

 

In dieser Zeit kommen die Pferde auf unserem Hof  jeden Tag auf den befestigten Winterpaddock. Dort haben sie die Möglichkeit Sozialkontakte mit ihren Artgenossen zu pflegen und sich ganz nach ihren Wünschen zu bewegen oder Heu zu fressen. Wir bieten den Stallpferden das Heu tagsüber auf dem Winterpaddock aus engmaschigen Heunetzen an. Diese Dauerfütterung sorgt für ein entspanntes Miteinander unter den Herdenmitgliedern. Der neue Paddockbereich besteht aus drei Fressbereichen, so dass auch die rangniedrigen Herdenmitglieder die Möglichkeit haben Heu zu fressen. Die Pferde fressen, wenn sie es benötigen, legen aber auch schnell Fresspausen ein und legen sich in den Sandbereich, betreiben untereinander Fellpflege, dösen oder spielen. 

 

 

 

Der Auslaufbereich ist mit unterschiedlichen Materialien befestigt (Pflastersteine, Paddockplatten, Sand mit Unterbau und Dränage). Diese "Vollausstattung" bietet für jeden Pferdegeschmack eine Möglichkeit sich beim täglichen Paddockgang im Winter wohlzufühlen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Naturgemäß trinken Pferde aus stehenden Gewässern lieber als aus Selbsttränken. Wir bieten den Pferden tagsüber (in frostigen Zeiten steht eine beheizte Selbsttränke bereit) das Wasser aus einer lebensmittelechten Schwimmertränke an. Diese Tränkmethode wird nach unseren Beobachtungen sehr gut angenommen und die Pferde werden mehr zur Wasseraufnahme animiert. Durch die unterschiedlichen Standorte der Heuraufen und der Tränke, laufen die Pferde viel mehr. Wenn man am Paddock verweilt, kann man sehr schön beobachten, dass ständig kleine Wandergruppen auf dem Auslauf unterwegs sind.

 

 

Ein komplett befestigter Auslaufbereich muss ständig gepflegt werden. Im Jahr 2016 haben wir die Auslaufzeiten der Boxenpferde auf bis zu 12 Stunden täglich ausgeweitet. Das Absammeln ist daher leider nicht mehr alleine von uns zu bewältigen. Jeder Besitzer bringt sich an 5 Absammeldiensten im Monat/pro Pferd mit in diese Arbeit ein. Es gibt einen Monatsplan, welcher pro Tag 4 Absammeleinheiten enthält. Die Besitzer können nun frei wählen, ob sie lieber am Vormittag, Mittag, frühen Nachmittag oder Abend sammeln wollen. Die Vormittagsdienste in der Woche werden weiterhin von uns durchgeführt, können aber nach Absprache auch von Besitzern übernommen oder getauscht werden. Selbstverständlich können eingetragene Dienste noch spontan untereinander getauscht werden, falls mal etwas dazwischen kommt.

 

 

Ausmisten:

Die Boxen und der Offenstallbereich am Hause werden täglich von den Besitzern im Wechselstreuverfahren gemistet. Bei diesem Verfahren werden alle Äppel und die nasse Einstreu (Stroh) entfernt, so dass die Pferde nach dem Aufenthalt auf dem Winterpaddock stets in eine frisch ausgemistete Box kommen. Diese Art des Ausmistens ist sehr zeit- und arbeitsintensiv, da sie nicht durch den Einsatz von Maschinen geleistet werden kann. Das Ausmisten ist somit den Pferdebesitzern überlassen, oder wird gegen Gebühr von uns erledigt. Dieser Service kann tageweise, aber auch monatsweise gebucht werden. Es ist uns wichtig, dass die Pferde trocken und sauber in ihren Boxen stehen können. Durch diese Ausmistmethode ist die Luft in den Stallbereichen stets von guter Qualität.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weidezeit:

Im Sommer laufen die Pferde 24 Stunden auf großflächigen Weiden in der Nähe des Hofes. Diese Haltungsform ermöglicht so viel Bewegung und frische Luft, wie keine andere. Die Grundbedürfnisse der Pferde werden hier vom Frühjahr bis zum Herbst erfüllt. Sie verbringen den Tag in der Herdengemeinschaft und bewegen sich und können ständig gutes Futter und frisches Wasser aufnehmen.

 

 

Das Ergebnis dieser Haltung sind ausgeglichene, zufriedene und gesunde Pferde. Allerdings sind durch die unterschiedlichen Futteransprüche der Rassen bei uns verschiedene Weidegruppen entstanden. Die Ponys und auch einige der leichtfuttrigen Großpferde laufen auf mageren Weidestücken, da sie die normale Weide nicht vertragen bzw. zu schnell zum Dickwerden neigen. Die Pferde erhalten stets ergänzend Raufutter (grobfaseriges Heu)  aus engmaschigen Heunetzen, so dass sie sich trotzdem stets satt fressen können.

 

 

Auf unseren Weiden befinden sich entweder alte, schattenspendende Baumbestände oder ein Unterstand. Zu diesem Haltungsgrundsatz müssen wir erwähnen, dass wir durch die landschaftlichen Gegebenheiten (Grasland, Wesernähe und dadurch immer etwas Wind) kaum Bremsen haben. Das Reitvergnügen und vor allem das Wohlbefinden unserer Pferde bei der Weidehaltung ist auch im Sommer immer gegeben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufgrund unserer Erfahrungen bieten wir im Sommer trotzdem die Möglichkeit Pferde nachts in den Stall zu holen. Beispielsweise nutzen diesen Service einige unserer Besitzer, weil sie Pferde haben, die unter Sommerekzem leiden. Alle, die diesen Service nutzen wollen, können auch im Sommer nachts ihre Boxen nutzen, allerdings fallen für solche Pferde Gebühren für Einstreu und Mistentsorgung an.

 

 


Offenstall:

Die Offenstallpferde laufen ca. von Oktober bis April auf ihrem Auslauf am Deich (ca. ein Hektar Fläche). Dort steht ihnen Heu in zwei großen Rundballenraufen zur ständigen Verfügung (mit Rundballennetz) und es ist für frisches Wasser gesorgt. Die Heuraufenbereiche sind mit Pflastersteinen  und Paddockplatten versehen, damit die Pferde auch in der nassen Jahreszeit trocken stehen können und der Bereich um die Raufen sauber gehalten werden kann. Einmal täglich (am Vormittag) wird der Unterstand (ist mit Ecoraster-Boxenmatten ausgestattet) und der befestigte Heuraufenbereich von uns abgesammelt. Dieser Service ist im Pensionspreis enthalten. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Sommer bleiben einige der Offenstallbewohner bei 24 stündigem Zugang zu Heu auf ihrem Auslauf am Deich und erhalten portionierten Weidegang. Diese Weidegruppe besteht zum Großteil aus robusten Ponies, die das reichhaltige Weidegras nicht vertragen bzw. zu schnell dick werden.  Es ist aber auch möglich sein Pferd über den Sommer in eine der anderen Weidegruppen (Vollweide, Diätweide) zu stellen. Beispielsweise Jungpferde oder alte Pferde, die den Sommer über mehr Gras bekommen sollen, wechseln dann über die Sommermonate in eine der Weidegruppen und werden im Herbst, zum Ende der Weidesaison, zurück in den Offenstall gebracht. Diese Vorgehensweise wird individuell mit den Besitzern besprochen, so dass wir für fast jedes Pferd eine optimale Lösung finden können.

 

 

 

 Bestandsentwurmung:

 

 Alle Pferde auf unserem Hof werden an drei bis vier Terminen im Jahr einheitlich und zeitgleich entwurmt. Die Wahl des Entwurmungsmittel wird dazu individuell mit unserem Hoftierarzt besprochen und die Wirkstoffe wechseln regelmäßig.

  

Grundsätzliches: 

 

Artangepasste und artgerechte Pferdehaltung ist sehr kostenintensiv und macht sehr viel Arbeit. Wir und vor allem unsere Pferde mögen es gerne sauber und ordentlich. Grundsätzlich freuen wir uns immer sehr über engagierte Pferdeleute, die mal eine Karre Pferdeäppel sammeln, mal den Besen schwingen oder einfach mal die Pferde mit in den Stall bringen. Engagement und freundliches Miteinander sind uns wichtig. Wir sind stets rund um die Uhr im Einsatz und es macht uns viel Freude den Tag mit den zufriedenen Pferden und Besitzern zu verbringen. Alle, aber natürlich besonders die Pferde, sollen sich auf dem Hof wohlfühlen. Wir haben eine super tolle Stallgemeinschaft und an dieser Stelle danken wir euch von ganzem Herzen für die tolle Unterstützung bei den vielen Projekten der vergangenen Jahre. 

 

Wir bitten darum den Stall und das Hofgelände stets sauber zu hinterlassen. Verträgliche Hunde dürfen gerne mitgebracht werden, allerdings bitte wir um die Entsorgung der Hinterlassenschaften, da das Hofgelände auch unser Zuhause und besonders das Zuhause unserer Kinder ist.

 

Ebenso wichtig ist uns der nachhaltige Umgang mit Ressourcen. Wir bitten alle aus Umweltgesichtspunkten um einen sparsamen Verbrauch bei Licht, Strom und Wasser. Selbstverständlich darf das Licht und der Waschplatz genutzt werden. Uns ist wichtig Engergieverschwendung zu vermeiden. In Räumen wo keiner ist, braucht kein Licht an sein. Wasserhähne sind nach der Nutzung sorgfältig zu schließen. Und sauberes, trockenes, goldenes Stroh braucht nicht auf dem Misthaufen entsorgt werden.