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Der Wattausflug findet mittlerweile jährlich statt, da es sich um ein ganz besonderes Reiterlebnis handelt. Der schöne Rittbericht aus dem Jahr 2015 ist also das Lesen wert:), da er schön und detailliert die intensive Zeit auf der Insel erzählt.

 

Wattausflug Wolpmannshof 2015

 

Am 04. Juli 2015 um 6 Uhr in der Frühe ging es endlich los. Der Stallgemeinschaftsausflug vom Woplmannshof sollte dieses Jahr Ins Watt gehen. Für viele ging damit ein Reitertraum in Erfüllung. Deshalb war bei den Meisten an Müdigkeit gar nicht zu denken. Pünktlich standen alle Gespanne mit ihren Fahrern auf dem Hof und es konnte endlich losgehen ins Abenteuer von Sahlenburg nach Neuwerk. Dann der erste Schreck. DaVinci wollte nicht in den Anhänger gehen. Es wurde immer später und zu der inneren Ruhe gesellte sich etwas Zeitdruck. Doch gemeinsam konnte der große Schwarze davon überzeugt werden, dass er eine Menge Spaß verpassen würde, wenn er nicht in den Hänger gehen würde.

Nachdem wir dann alle Pferde, Reiter, Gepäck und Proviant verstaut hatten, ging es los in Richtung Cuxhaven. Beim Abladen und Pferde fertig machen lief dann aber alles nach Plan, sodass uns nur noch ein 10 minütiger Ausritt von der großen Weite trennte. Die Kutschfahrer machten sich gemeinsam mit dem gesamten Gepäck und den zwei mitgekommenen Hunden auf zum Treffpunkt der Kutschen. Unterdessen machten sich die Reiter mit ihren Pferden auf ins Watt. Die nächste Herausforderung ließ nicht lange auf sich warten, nachdem ein Pferd ein Eisen verlor. Was tun? Zurück? Weiter? Da ausschließlich Sandwege vor uns lagen, entschieden wir uns, weiter zu reiten.

 

Da waren wir nun. Im Watt. Ich bemerkte, wie es um mich herum still wurde und jedes Pferde-Reiterteam diesen Moment genoss. Nachdem sich alle an die neue Umgebung und den ungewohnten Untergrund gewöhnt hatten, machte sich die Gruppe von acht Reitern auf in den ersten Trab. Solch eine entspannte Pferdegruppe habe ich selten erlebt. Die Meisten liefen mit durch-hängenden Zügeln und dachten gar nicht an Dummheiten. Spätestens jetzt hatte auch der letzte Reiter seine Bedenken verloren.

Dann kamen wir zum ersten Priel, welcher zugleich auch der herausforderndste war. Da sich die Pferde und Reiter jedoch so super unterstützten und sich gegenseitig Mut machten, bewältigten alle Pferde und Reiter diese nächste Aufgabe mit Bravour. Nach diesem Priel teilte sich die Gruppe auf in zwei kleinere Gruppen, um nicht einige Reiter oder Pferde zu über- oder unterfordern. Jeder machte so viel, wie er es sich und seinem Pferd zutraute.

 

Die schnelle Gruppe packte nun der Ehrgeiz. Sie wollten die Kutsche überholen, in der unsere anderen Stallfreunde saßen. Im Übrigen ohne Erfolg, da sich die Kutsche bereits hinter ihnen befand.

Doch das Freiheitsgefühl, welches beim Galoppieren über den Meeres-grund aufkam, war unbeschreiblich und ließ alle erst einmal alles um sich herum vergessen. Das Grinsen war aus den Gesichtern nicht mehr heraus zu bekommen.

 

Auch die langsamere Gruppe konnte die Zeit genießen. Egal ob zu Fuß mit Pferd, im Schritt oder im Trab. Jeder Einzelne kam auf seine Kosten und machte ebenfalls unwahrscheinlich viele neue Erfahrungen. Sie hatten zudem das Glück, dass sie der Wolpmannshof-Kutsche unterwegs begegneten.

 

 

 

Die schnelle Gruppe kehrte nach dem 11 km Wattritt zuerst und wohlbehalten in der gemieteten Unterkunft „Hus Achtern Diek“ ein und versorgte ihre Pferde. Nach ca. einer halben Stunde folgten die Kutschen und kurz darauf die langsamere Gruppe. Alle wohlbehalten und bestens gelaunt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem die Schlafplätze auf dem Strohboden und den gemieteten Zimmern eingerichtet waren, trafen sich alle zum gemeinsamen Mittagessen und tauschten euphorisch ihre neu gemachten Erfahrungen und Erlebnisse aus. In dieser Zeit kehrte das Wasser zurück und das Watt tauschte sich gegen die Nordsee aus. Bester Zeitpunkt, um nach einer Pause mit den Pferden schwimmen zu gehen. Viele nutzten die Zeit, um bei bestem Wetter mit ihren Pferden im kühlen Nass zu entspannen. Andere wiederum erkundeten währenddessen die schöne Insel.

 

Die Zeit verging wie im Fluge und plötzlich war es schon Abend. Nachdem wir im Restaurant gemeinsam gegessen hatten, saßen wir noch einige Zeit zusammen, um den netten Abend mit Quatschen, Lachen und gemütlichem Bierchen trinken ausklingen zu lassen.

 

Dann hieß es aber doch: ab ins weiche Stroh bzw. ins Bett kuscheln, bevor es wieder hell wird. Gerade die Augen geschlossen, schon war der nächste Morgen angebrochen. Schnell Sachen zusammen gepackt und ab zum Frühstück. Nachdem wir uns alle gestärkt hatten, wurden die Kutschen und Pferde erneut fertig gemacht. Leider musste das Pferd, welches das Eisen verloren hatte, per Anhänger durchs Watt zurück nach Sahlenburg gebracht werden, da es lahmte. Doch auch hier wurde vom Veranstalter alles getan, was möglich war, um uns ein tolles Wochenende zu bescheren.

 

So schwang sich die Stallgemeinschaft in den Sattel bzw. auf die Kutschen und trat den Heimweg über das Watt Richtung Sahlenburg an, um noch einmal dieses un-beschreibliche Gefühl vom Vortag zu genießen. Gesagt getan. Alle kamen glücklich und zufrieden zu den Anhänger-gespannen zurück.

Der Heimweg zum Wolpmannshof wurde mit tollen Erinnerungen und zufriedenen, ausgelassenen Pferden angetreten.

Dieser Ausflug hat nicht nur das Pferde-Reiterteam zusammengeschweißt, sondern auch die Stallgemeinschaft noch enger aneinander geführt, als es bisher der Fall war.  Fest steht jetzt schon: so ein Erlebnis wollen wir wiederholen. Der Ausflug für das nächste Jahr ist jetzt schon in der Planung.